Gute Rückfragen im Vorstellungsgespräch

Nachdem Sie Ihren Gesprächspartner deren Fragen in aller Ausführlichkeit beantwortet und mit diesen Ihre Eignung für den Job besprochen haben, kommt eines unweigerlich: „Haben Sie noch Fragen?“ Sagen Sie jetzt bloß nicht nein! Auch wenn das Gespräch aufschlussreich war und sich viele Fragen schon im Gespräch geklärt haben – stellen Sie unbedingt Rückfragen.

Das zeigt, dass Sie sich im Vorfeld gründlich vorbereitet haben und signalisiert echtes Interesse an der Stelle und dem Unternehmen. Gut – sofern Sie den Job nicht wirklich wollen, können Sie getrost auf Rückfragen verzichten. Denn der Personaler oder Teamleiter wird ein „nein, alles klar“ nicht positiv werten, ganz egal wie aufschlussreich das Gespräch war. Sollte ein Bewerber mit ähnlichen Qualifikationen im Spiel sein, könnte das durchaus das Zünglein an der Waage sein.
Bereiten Sie sich also gut vor und überlegen Sie sich, welche Informationen für Sie essentiell sind. Drei bis vier gute Fragen sind völlig ausreichend. Verzichten Sie wenn möglich aber auf Fragen, die einfach mit „ja“ oder „nein“ beantwortet werden können. Ziel sollte es sein, das Gespräch aufrecht zu erhalten und kein Frage-Antwort-Spiel zu provozieren.

Im folgenden finden Sie eine kleine Auswahl an guten Rückfragen, mit denen Sie nichts falsch machen können.

Zur Arbeit
  • Was wird das erste Projekt, an dem ich mitarbeite?
  • Wie läuft die Einarbeitung?
  • Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es?
  • Wie werden Überstunden abgegolten?
Zum Team
  • Wie groß ist das künftige Team, in dem ich arbeiten werde?
  • Wer ist mein direkter Vorgesetzter?
  • Wem berichte ich?
  • Mit welchen Abteilungen werde ich besonders eng zusammenarbeiten?
  • Dürfte ich meinen zukünftigen Arbeitsplatz besichtigen und Kollegen kennenlernen?
Zur Firma
  • Welchen Herausforderungen muss sich das Unternehmen aktuell stellen?
  • Was sind die mittel- und langfristigen Unternehmensziele?
  • Welche Sozialleistungen oder Benefits gibt es?
  • Können Sie mir etwas zur Unternehmenskultur sagen?
Nicht direkt nach Geld und Urlaub fragen

Manche Ratgeber führen an dieser Stelle auch Fragen zum Gehalt und Urlaub auf. Wir raten allerdings, auf solche Fragen beim ersten Gespräch zu verzichten. Es ist heutzutage schon fast Usus, dass es ein zweites Gespräch gibt, bei dem diese Dinge geklärt werden. Erst wenn das nicht der Fall ist und man Ihnen auch von selbst keine Informationen zu diesen Themen liefert, können Sie es ansprechen. Ein Arbeitgeber, der dieses Thema aber bis zur Vertragsvorlage nicht anspricht, sollte Ihnen ohnehin zu denken geben.

Falls Sie sich trotz guter Rückfragen nicht sicher sind, ob das Gespräch tatsächlich gut gelaufen ist – achten Sie auf DIESE Indizien.