Das Jahresende rückt unaufhörlich näher und viele Menschen wechseln zum neuen Jahr auch zu einer neuen Arbeitsstelle.

Längst vorbei die Zeiten, zu denen Angestellte noch viele Jahre oder gar Jahrzehnte im selben Job bleiben. Denn auch wenn die Bezahlung stimmt – wir wollen heute viel mehr von unserem Berufsleben als das.

Und die Wechselbereitschaft in Deutschland ist hoch  – laut einer Xing-Umfrage von 2017 ist jeder zweite Befragte trotz Zufriedenheit mit der aktuellen Position offen für etwas Neues. Das können Unternehmer sich zunutze machen und Talente durch gezielte Umwerbung für sich gewinnen. Dazu müssen sie aber wissen, was sich Angestellte von einem Jobwechsel erhoffen.

Die häufigsten Gründe für eine Wechselbereitschaft oder gar Wechselwunsch sind die folgenden:

Gehalt

Heutzutage nicht mehr der Hauptgrund für einen Jobwechsel, aber dennoch ein wichtiger. Vor allem wenn ein Berufseinsteiger zum Erfahrenen wird, wünscht er sich auch ein entsprechendes Gehalt. Und wer niedrig eingestiegen ist, erwartet in seinem Unternehmen auch keine großen Sprünge nach oben. Daher orientieren sich viele nach zwei bis drei Jahren um.

Spannendere Aufgaben

Wenig ist schlimmer, als sich im Job zu langweilen. Acht Stunden können sich wie eine Ewigkeit anfühlen, wenn man keine Aufgaben zu erledigen hat, die herausfordern. Natürlich möchten wir auch nicht dauergestresst sein oder permanent Überstunden schieben, aber die Zeit nur abzusitzen, ist ebenso Nerv-tötend. Ein Job, der spannendere Aufgaben bietet, ist nach einiger Zeit also sehr verlockend und für viele ein guter Grund, zu wechseln.

Nächster Karriereschritt

Es ist oft schwer, im aktuellen Job die nächste Stufe auf der Leiter zu nehmen, sofern man das möchte. Stellen sind besetzt und sofern nicht gerade der direkter Vorgesetzte geht und man überhaupt als Nachfolger infrage kommt, bleibt der (rasche) Aufstieg innerhalb eines Unternehmens verwehrt. Aus diesem Grund sind viele Angestellte wechselwillig, sofern es um eine höhere neue Position geht.

Besserer Arbeitsweg

Pendeln ist nervig. Für den Traumjob sind die meisten von uns dazu bereit, das eine Zeit lang auf sich zu nehmen. Aber irgendwann wird es zur Belastung – nicht nur wegen des frühen Aufstehens. Auch die Kosten können sich ins Unermessliche steigern, Stau oder Verspätungen gelegentlich bis häufig vorkommen und auch das Privatleben leidet irgendwann, denn es ist fraglich, ob man nach einem langen Arbeitstag und –weg noch Lust hat, sich Hobbies, Freunden und Familie zu widmen. Kommt ein Umzug in die Nähe des Arbeitsplatzes nicht in Frage, bleibt nur der Wechsel zu einem Unternehmen, das sich näher am Wohnort befindet.

Private Veränderungen

Auch private Gründe sind oftmals Ursache für einen Jobwechsel. Sei es, weil der Partner in einer anderen Stadt lebt und man auf Dauer keine Fernbeziehung führen möchte. Oder weil man sich in dem Umfeld, in welchem man sich aufhält, nicht wohlfühlt. Viele möchten oder müssen nach einigen Jahren in der Ferne auch zurück in die Heimat, weil beispielsweise ein Elternteil Pflege benötigt. Private Gründe für einen Wechsel können also vielseitig sein.

 

Wenn Sie auf Personalsuche sind, behalten Sie diese Dinge im Hinterkopf. Finden Sie heraus, was Ihren potentiellen neuen Mitarbeiter zu einem Wechsel motivieren könnte und reagieren Sie darauf, soweit möglich.
Dasselbe gilt auch anders rum – wenn Sie merken, dass einer Ihrer Mitarbeiter innerlich gekündigt hat, sprechen Sie mit ihm und finden Sie heraus, was ihn dazu bewegen könnte, zu bleiben. Zumindest sofern Sie ihn halten möchten!